Radtour des Radteams
2004

 

Quer durch den Hunsrück
31. Juli und 01. August 2004
in Anlehnung an den IVV Rundweitwanderweg Hunsrück
 

 

Für 2004 haben wir etwas ganz neues geplant. Wir fahren nicht wie in den letzen Jahren auf Straßen und Radwegen, sondern bewusst auf Feld-, Wald- und Wanderwegen. Dafür bietet sich der IVV Rundweitwanderweg Hunsrück an. Er führt auf 160 km quer durch Soon- und Binger Wald und die angrenzenden Gebiete. Als grobe Orientierung eine kurze Streckenübersicht:

Laubach, Simmern, Riesweiler, Reizenborn, Waldsee Argenthal, Ellern, Waldsiedlung, Rheinböllen, Dichtelbach, Salzkopf, Morgenbachtal, Schweizerhaus, Forsthaus Heiligkreuz, Weiler, Bodmannstein, Warmsroth, Stromberg, Schindeldorf, Eckenroth, Schöneberg, Weißenfels, Aschbornerhof, Forsthaus Opel, Ellerspring, Gebroth.

Übernachtung im Gasthof Ellerbachtal.

Gebroth, Sponheim, Burgsponheim, Bockenau, Winterburg, Tonnenbachtal um ehemaligen Militärflugplatz Pferdsfeld herum, Jäger aus Kurpfalz, Kallweiler, Schinderhanneshöhle, Waldfriede, Trifthütte, Alteburg, Henau, Koppenstein, Gehlweiler, Gemünden, Panzweiler, Ravengiersburg, Belgweiler, Ohlweiler, Bergschlößchen und zurück über den Schinderhannesradweg nach Laubach.
 

  
    Radgruppe bei der Abfahrt
Jetzt geht es los
  

Um 07.30 Uhr treffen wir uns bei Armin Berg zum gemeinsamen Frühstück. Nach der Stärkung starten wir gegen 08.30 Uhr zur Tour. Wir fahren über Alterkülz auf den Schinderhannesradweg und von dort nach Simmern zum Bergschlößchen. Hier beginnt die eigentliche Strecke.

Quer durch Simmern geht's hinauf nach Riesweiler und weiter zum Reizenborn. Über Waldwege fahren wir am Argenthaler Waldsee vorbei und erreichen dann Ellern. Von Ellern aus fahren wir über die Lindenhöfe in Richtung Mörschbach und sind damit auch wieder in der Nähe von Laubach. Danach folgt Rheinböllen, wo wir erste Getränke nachfüllen.

Zum Glück ist es leicht bewölkt. Somit bleibt die Hitze erträglich. Von Rheinböllen geht's weiter über Dichtelbach und dann steil hinauf zum Ohligsberg (609 m) und weiter zur Lauschhütte und zum Salzkopf. Hier muß natürlich der Aussichtsturm erklommen werden. Von dort kann man auch in etwa abschätzen, welche Highlights noch folgen.

Nach einer weitern Pause rollen wir hinab zum Jägerhaus im oberen Morgenbachtal. Dieses lassen wir links liegen und fahren hinab in die Klamm. Ziemlich am Ende der Klamm zweigt ein schmaler Weg steil nach rechts oben ab. Ihm folgen wir teils schiebend, teils kräftig strampelnd nach oben. Am höchsten Punkt folgt direkt eine steile Abfahrt hinab zum Schweizerhaus. Hier kehren wir zum stärkenden Mittagsmahl ein. Die Aussicht hinab zum Rhein und ins Binger Loch ist überragend.
 

Am Schweizerhaus
Ausblick vom Schweizerhaus
 

Vom Schweizerhaus aus folgen wir dem Pfad, vorbei am Forsthaus Heilig Kreuz, zum Honigberg, hoch über Bingerbrück am Rhein. Dort haben wir auch den östlichen Wendepunkt der Tour erreicht.
 

Bei Bingen am Rhein
Hoch über Bingen
 

Von dort geht es durch Weinberge hinauf zum Lautershof bei Weiler. In Weiler erklimmen wir die steile Auffahrt zum Bellkreuz. Wir fahren auf schmalen Pfaden, zum Teil Singletrails durch den Binger Wald. Das ehemalige Bergwerk Amalienhöhe streifen wir. Dann folgt das große Wochenendgebiet am Bodmannstein. Weiter geht es hinauf, vorbei am Schiffelberg und dann hinab nach Warmsroth. Wir unterqueren die A61 und folgen dem Welschbach nach Stromberg. Dort fallen wir kurz entschlossen in einer Pizzeria ein und versorgen uns mit Wasser.

Stromberg verlassen wir auf ungewohnten Wegen. Wir folgen kurz dem Tal des Guldenbachs. Dann geht es steil hinauf, durch die Stromberger Klamm zum Schindeldorf. Hier ist fahren unmöglich und das Rad muß getragen werden. Eines der besonderen Highlights der Tour.
 

Stromberger Klamm
In der Stromberger Klamm
 

Auch im Schindeldorf angekommen, nehmen die Quälereien noch kein Ende. Bis zum Eckenrother Fels geht die Straße steil hinauf. Dann geht's direkt wieder hinab nach Eckenroth. Von hier folgen wir der Straße hinauf nach Schöneberg. Armin hat in einer Garage einem Mann entdeckt und wir kaufen ihm fast einen ganzen Kasten Wasser ab. Jetzt geht es uns wieder besser.

In Schöneberg müssen wir noch über ein paar Stufen klettern, dann geht's parallel der Schöneberger Höhe in Richtung Campingplatz am Weißenfels. Da es schon fast 18.00 Uhr ist, beschließen wir, daß wir die Schleife über das Forsthaus Opel, Opelwiese und Ellerspring fallen lassen. Wir fahren nach Unterhub und dann über die Straße hinab zum Gräfenbach, um Münchwald herum am Struthof vorbei bis zum Forsthaus Gebroth. Von dort sind es nur noch wenige Meter bis zum Gasthof Ellerbachtal. Hier kehren wir gegen 18.30 Uhr ein.

Es fließen direkt erfrischende Getränke, dann geht's erst auf die Zimmer. Gegen 20.00 Uhr erhalten wir ein ausgiebiges Abendessen. Da sich das Essen ja auch setzen muß, laufen wir noch etwas durch den Ort. Dort gibt's dann noch den notwendigen Verdauungsschnaps.

Der Abend klingt an der Theke, wo auch sonst??, aus.
 

Auch am Sonntag, 01. August 2004 ist es angenehm warm. Gebroth verlassen wir Richtung Südosten. Wir umfahren Allenfeld östlich und erreichen den Gauchsberg. Hier gibt es schon erste knackige Anstiege auf Schotterwegen zu erklimmen, zum Beispiel hinauf zur Versammlungseiche. Das große Waldgebiet verlassen wir auf langer und steiler Abfahrt hinab nach Sponheim. Da es im Hunsrück Berge hat, muß direkt der Gegenanstieg hinauf nach Burgsponheim erklommen werden und direkt danach geht's wieder hinab zum Ellerbach. Wir folgen einem wunderschönen geteerten Feldweg im Ellerbachtal. Er führt uns vorbei am Porphyritwerk nach Bockenau.
 

Start am Morgen in Gebroth
Abreise aus Gebroth
 

In Bockenau fahren wir auf die ehemalige Kleinbahnstrecke auf. Sie folgt wiederum dem Ellerbachtal in Richtung Winterburg, hinein in die Bockenauer Schweiz. Am Campingplatz ist der Teerweg zu Ende und wir folgen der Straße nach Winterburg. Am nördlichen Ende von Winterburg nehmen wir nochmals eine Stärkung zu uns. Dann geht's hinein ins Tonnenbachtal. Die nächsten Kilometer sind wieder auf Singletrails oder anstrengenden Graswegen zu erfahren. Das Tonnenbachtal umschließt den ehemaligen NATO-Flugplatz Pferdsfeld auf nördlicher Seite.

Nach einigen schweißtreibenden Kilometern erreichen wir die Straße zwischen Kreershäuschen und Forsthaus Kallweiler. Ihr folgen wir zuerst bis zum Denkmal des Jäger aus Kurpfalz.
 

Jäger aus Kurpfalzdenkmal
Am Denkmal des Jägers aus Kurpfalz
 

Der Straße folgen wir noch bis zur Abzweigung des ehemaligen Ortes Pferdsfeld. Dann geht's wieder auf zuerst noch guten Waldwegen in Richtung der Schinderhanneshöhle am Kieselbach. Das letzte Stück hinab zum Bach und zur Höhle ist steil und schmal. Erhard meint, daß wir wohl die ersten Radfahrer hier unten wären und Ewald hat mit einer Bachquerung nicht genug.
 

Schinderhanneshöhle
An der Schinderhanneshöhle
 

Von der Höhle geht es auf anstrengenden Wiesenweg zur Straße nach Langenthal. Ihr folgen wir nur wenige Meter. Dann geht es entlang des Steinbachs hinauf nach Waldfriede. Da der Weg durch eine Schranke versperrt ist, verlassen wir ihn über eine schmale Holzbrücke. Wir gelangen auf einen Hof und erhalten vom Besitzer erfrischendes Wasser. Nun wieder gut gestärkt geht es immer weiter bergauf durch den verbotenen Soon zur Trifthütte. Diese erreichen wir gegen 12.00 Uhr nach 2 Stunden und 15 Minuten Fahrzeit und knapp 35 km. An der Trifthütte wird eine ausgiebige "Brotzeit" eingelegt.
 

 

Trifthütte
Trifthütte
 

 
 

Nach mehr als einer Stunde Ruhepause erfolgt dann die Schlußetappe. Sie führt uns über die Fahrstraße vorbei an der Alteburg und hinab zum Forsthaus Leidenshaus. Da Straßen ja langweilig sind, geht's nach links hinab in Richtung Henau. Nach einer weitern kurzen Trageeinlage folgen wir weiter den Feld- und Waldwegen. Kurz vor der Ruine Koppenstein gelangen wir wieder auf die Fahrstraße.
 

 
 

Im Soonwald
Radfahren ist ja so schön
 

 
 

Ab der Ruine Koppenstein folgt eine rasante Abfahrt hinab nach Gemünden. Ab Gemünden folgen wir dem Simmerbachtal hinauf nach Simmern. Aber auch hier hat die Natur noch einige Hindernisse in den Weg gelegt. Zwischen Panzweiler und der Wallebrück ist der Rechtsberg zu überqueren und nach der Wallebrück ist einem der Teufelskopf im Weg. Auch er wird schweißtreibend überwunden. Kurz vor Ravengiersburg ist nochmals ein kurzer Anstieg nötig um auf abenteuerlichem Weg (Singletrail) den Ort zu erreichen.

Ravengiersburg wird auf der Fahrstraße nach Oppertshausen verlassen. Kurz nach dem Ort geht's dann wieder steil hinab zum Simmerbach. Ihm folgen wir bis Belgweiler. Auch hier ist wieder eine kurze und knackige Steigung eingebaut.. Bis Ohlweiler rollt's dann wieder im Bachtal. Nach Ohlweiler geht's hinauf zum geteerten Feldweg an der B50 und hinab zum Schinderhannesradweg.

Ab Simmern folgen wir wieder dem Schinderhannesradweg bis Alterkülz. Hier nehmen wir noch eine letzte Stärkung im Biergarten am Radweg in Anspruch, um den letzten Berg hinauf nach Laubach zu bezwingen.

Gegen 16.00 Uhr sind wir wieder in der Heimat. Nach dem Duschen treffen wir uns zum gemütlichen Abschluß in der Laubacher Gesellschaftsmühle.
 

 

  
Die technischen Daten
  

1. Tag
95 km, 1.566 Höhenmeter
Schnitt 13,8 km/h
Temperatur 18°C - 32°C
Fahrzeit 6 Stunden 27 Minuten
 
2. Tag
70 km mit 1.019 Höhenmetern
Schnitt 13,9 km/h
Temperatur 20°C - 34°C
Fahrzeit 4 Stunden 36 Minuten
 
 
Laubach, 22.08.2004
Willi Junker
(der, der an der Plagerei Schuld ist)